Schornsteinfegermeister Karsten Fleck

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Kaminofen

 

Was Sie vor dem Kauf eines Kaminofens beachten sollten

Fragen Sie zunächst Ihren zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger, ob in Ihrem Hause oder in der Nähe Ihrer Wohnung ein geeigneter Schornstein für den Anschluss eines Kaminofens vorhanden ist.

Er kann Ihnen auch sagen ob die gesetzliche vorgeschriebenen Mindestabstände zu brennbaren Bauteilen eingehalten werden.

Weiter kann er die ausreichende Verbrennungsluftversorgung (pro 1 KW Nennheizleistung mind. 4 m³ Rauminhalt) ermitteln, denn für die Verbrennung von 10 kg Holz werden cirka 65 m³ Luft benötigt.
Wenn ja, dann ermitteln Sie den notwendigen Heizleistungsbedarf in KW für den Kaminofen.

 

Wieviel Leistung soll mein Kamin oder Ofen haben?

Die Leistung eines Kamins oder Ofens muss auf den Einsatzzweck abgestimmt werden.

Bei einem normalen Kamin wird dass zu erwämende Luftvolumen herangezogen. Wie groß ist der Raum, in dem den Ofen steht? Sind mehrere Räume durch Durchbrüche oder große Türen verbunden, dann kann das Volumen aller miteinander verbundenen Räume als Grundlage genommen werden. Dazu kommt die Qualität der Wärmedämmung. Bei einem energetisch sehr effizienten Haus ist natürlich weniger Energie nötig.

Bei wasserführenden Kaminen und Öfen spaltet sich die Energie in einen Teil für Wasser (Heizungsanlage) und einen Teil für Luft auf. Beide Teile sollten immer zu den entsprechenden Voluminas passen. D.h. bei einem kleinen Aufstellraum (Raum in dem der Ofen steht), sollte auch möglichst wenig Energie in den Raum und mehr Energie in die Heizungsanlage gehen. Die Leistungsangaben zur Energieverteilung finden Sie immer in den technischen Angaben der von uns angebotenen Geräte.

Wie viel Quadratmeter Wohnfläche kann mit dem Kaminofen beheizt werden?

Die Heizleistung, die benötigt wird, errechnet sich durch Ihre Raumgröße sowie durch die Gebäudeisolierung. Auch andere Einflussfaktoren wie Fenster oder Raumhöhe bestimmen den Wert. Als Anhaltspunkt kann man zwei wichtige Kenngrößen verwenden: 0,7 kW/m² bei einem Neubau mit einer guten Wärmedämmung und 1,2 kW/m² bei einem Altbau mit mittlerem Dämmstandard.

 

Die Heizleistung des Kaminofens können Sie auf dem gut sichtbar angebrachten " Ü-Zeichen" oder "CE-Zeichen" ablesen.
Das Ü - Zeichen bedeutet: Übereinstimmungserklärung des Herstellers nach vorheriger Prüfung des Bauproduktes durch eine anerkannte Prüfstelle (z.B. Rheinbraun oder Deutsche Kohle Marketing GmbH, usw.)
Das CE -Zeichen besagt, dass das Produkt den Sicherheitsanforderungen der Bauprodukten-Richtlinie genügt. Das CE-Zeichen muss ab dem 01.07.2007 gut sichtbar an der Feuerstätte angebracht sein und diverse Angaben enthalten: Schadstoffemission, Förderdruck, Abgastemperatur, Heizleistung, Energieeffizienz, zugelassene Brennstoffe.

 

Lassen Sie sich im Zweifelsfalle von Ihrem Schornsteinfeger beraten.

Holzfeuer braucht zweimal Luft
Ein Kaminofen soll einen großen (hohen) Brennraum haben, damit die bei der Verbrennung von Holz sichtbaren langen Flammen (Gasflammzone) ausreichend Zeit zum Ausbrennen haben.
Diese Gasflammzone entsteht, weil rund 83% (Gewicht) der brennbaren Holzsubstanz zunächst in einen gasförmigen Zustand umgewandelt wird und dann erst verbrennt.

80% des Bedarfs an Verbrennungsluft (Primärluft) ist bei einem Holzfeuer für die Holzzersetzung, die Holzgasbildung (Gasflammzone) und für den Abbrand der dabei entstehenden Holzkohle notwendig.

20% der Verbrennungsluft (Sekundärluft) soll möglichst warm der Gasflammzone zugeführt werden.
Diese Sekundärluft sorgt neben dem großen (hohen) Brennraum für den vollständigen Ausbrand der Gasflammzone. Dadurch ist eine schadstoffarme Verbrennung gewährleistet.

Die Wärmeabgabe Ihres Kaminofens darf nicht durch die Verringerung der Verbrennungsluftzufuhr geregelt werden, weil ansonsten das Holzgas (Gasflammzone) nicht mehr vollständig ausbrennen kann. Die Wärmeabgabe ist nur durch eine mäßige, aber regelmäßige Brennstoffzufuhr zu regeln.

 

Bauart 1 oder Bauart 2 - selbstschließende Tür?

Kamineinsätze und Kaminöfen werden entweder in der Bauart 1 oder Bauart 2 angeboten. Bauart 1 bedeutet, dass die Brennraumtür sich von allein schließt. Dies kann über einer Feder oder Schwerkraftbedingt erfolgen. Geräte mit der Bauart 2 haben dies nicht, dass bedeutet allerdings auch eine erhebliche Erleichterung beim Nachlegen von Holz oder der Reinigung des Brennraumes.

Einen Ofen mit Bauart 1 benötigen Sie, wenn dieser sich mit einem oder mehreren Geräten einen Schornsteinzug teilt. Es soll also verhindert werden, dass z.B. auf Grund von ungünstigen Wetterbedingungen Rauchgase eines Ofens im Schornsteinzug nicht optimal abziehen und durch die offene Tür des anderen Ofens austreten.

 

Was Sie noch beachten sollten!

  • Lassen Sie Ihren Ofen nach erfolgter Installation von Ihrem zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger abnehmen. In einem möglichen Schadensfall gibt es dann keinen Ärger mit der Feuerversicherung.
  • Verbrennen Sie nur gut abgelagertes und trockenes Holz (Restfeuchte unter 20 %). So vermeiden Sie Nachbarschaftsbeschwerden. Holzfeuchtemessgeräte gibt es im Fachhandel zu kaufen.
  • Achten Sie auf eine ständig ausreichende Verbrennungsluftzufuhr. Fragen Sie Ihren Schornsteinfeger vor der Installation von Dunstabzuganlagen, Wäschetrocknern oder Abluftanlagen in Bad/WC´s.
  • Ihr Ofen ist kein Ersatz für die Mülltonne. Müll verwandelt sich bei der Verbrennung sehr oft in giftige Gase, die den Ofen zerstören können und Gesundheitsrisiko für Mensch und Natur sind.

 

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