Schornsteinfegermeister Karsten Fleck

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Dunstabzugshauben

 

Dunstabzugshauben, Trockner, Abluftanlagen und Feuerstätten in der gleichen Wohnung oder Nutzungseinheit

 

Auszug aus der Feuerungsverordnung Baden-Württemberg
(vom 01. Januar 1996) § 4 Aufstellung von Feuerstätten

(2) Raumluftabhängige Feuerstätten dürfen in Räumen, Wohnungen oder Nutzungseinheiten vergleichbarer Größe, aus denen Luft mit Hilfe von Ventilatoren, wie Lüftungs- oder Warmluftheizungsanlagen, Dunstabzugshauben, Abluft-Wäschetrockner, abgesaugt wird, nur aufgestellt werden, wenn
1. ein gleichzeitiger Betrieb der Feuerstätten und der luftabsaugenden Anlagen durch Sicherheitseinrichtungen verhindert wird, oder

2. die Abgasführung durch besondere Sicherheitseinrichtungen überwacht wird, oder

3. die Abgase der Feuerstätten über die luftabsaugenden Anlagen abgeführt werden oder

4. durch die Bauart oder die Bemessung der luftabsaugenden Anlagen sichergestellt ist, dass kein gefährlicher Unterdruck entstehen kann.

Feuerstätten sind vielfach in Wohnungen (Kaminöfen, Kachelöfen, offene Kamine, Einzelraumfeuerstätten betrieben mit festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen) aufgestellt und die benötigte Verbrennungsluft wird dem / den Aufstellräumen entnommen.

Da vielfach in modernen Küchen eine Dunstabzugshaube betrieben wird, welche die Küchendünste ins Freie abführt, kann dadurch leicht ein Unterdruck in den Aufstellräumen entstehen.
Moderne Dunstabzugshaube weisen einen Luftdurchsatz bis zu 1.500 m³/h auf.
Das heißt, dass bei einer angenommenen Wohnraumgröße von 100 m² ein Luftinhalt von ca. 250 m³ vorhanden ist.
Durch den Strömungswiderstand geschlossener Fenster kann die abgeführte Luftmenge der Dunstabzugshaube nicht sofort dem Wohnraum wieder zugeführt werden.
Daher muss das zur Verfügung stehende Verbrennungsluftvolumen mit dem Faktor 0,4 multipliziert werden (dichte Fenster = 0,4).
Daraus ergibt sich das in Anrechnung bringbare Verbrennungsluftvolumen des Rauminhaltes ( 250 m³ Volumen x 0,4 = 100 m³ anrechenbares Luftvolumen bei 250 m³ Rauminhalt).

Es ist eine leichte Rechenaufgabe, in welchem Zeitraum die vorhandene Luft abtransportiert ist und ein Unterdruck in der Wohnung entsteht. Da im allgemeinen heute dicht schließende Fenster und Türen eingebaut werden, kann ohne entsprechende Druckausgleichöffnung ins Freie nicht genügend Luft (Verbrennungsluft) nachströmen; Die Folge davon ist, dass in der Feuerstätte aufgrund des Luftmangels die CO-Bildung erheblich zunimmt und gleichzeitig der Schornstein, der ja ohne "Motor" die Abgase abtransportieren muss, nicht mehr genügend Auftrieb (Zug) hat. Austretende Abgase sind die Folge !

Geeignete Maßnahmen können sein:

Dunstabzugshaube auf Umluftbetrieb umstellen.

Eine Dunstabzugshaube verwenden, die mittels doppeltem Rohrsystem die abgesaugte Luft wieder über das Gebläse ansaugt (gilt nur für Altbauten mit undichten Fenstern u. Dunstabzugshauben mit niedriger Förderleistung)

Über eine mechanische kontrollierte Lüftungseinrichtung gewährleisten, dass keine größere Druckdifferenz als 4 Pa entstehen kann (Nachweis vom Hersteller erforderlich).

Näherungsschalter am Fenster (Fensterkontaktschalter), der sicherstellt, dass die Dunstabzugshaube nur funktionieren kann, wenn über das Fenster genügend Luft hinzugeführt wird und ein Unterdruck entstehen kann.

 

 

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